Tiergestütze Therapie & Pädagogik
Das Therapiehundeteam:
Wir, das bin ich und mein Golden Retriever Jamie.
Zusammen sind wir ein ausgebildetes und geprüftes
Therapiebegleithundeteam, nach den Richtlinien
Therapiehunde Schweiz.
Wir führen höchstens 3 Therapieeinheiten pro Woche von jeweils ca.90 Min. durch.
In unserer Tätigkeit als Therapiebegleithundeteam kann ich meinen erlernten Beruf
kranken oder behinderten Menschen zu helfen, optimal mit der Liebe
zu Tieren verbinden.
Denn Tiere sind unvoreingenommen und akzeptieren den Menschen, so wie er ist.
"Die Liebe zwischen einem Hund und einem Menschen, ist mit keiner
anderen Liebe auf der Welt vergleichbar."
Helen Weaven
Was versteht man unter tiergestützter Therapie?
Unter tiergestützter Therapie versteht man alle Maßnahmen, bei denen durch den
gezielten Einsatz eines Tieres positive Auswirkungen auf das Erleben und Verhalten
von Menschen erzielt werden, dies gilt für körperliche sowie seelische Erkrankungen.
Unsere Tätigkeitsbereiche:
*Senioren-,Pflegeheime
*Förderzentren für geistig und/oder körperbehinderte Kinder und Erwachsene
*Pflegestationen/Wachkoma
*Grundschulen/Kindergärten
*Private Betreuung Zuhause
Krankheitsbilder bei denen tiergestützte
Therapie zum Einsatz kommen kann:
*Demenz unterschiedlicher Schweregrade
*Schädel-Hirngeschädigte(Wachkoma) z.B:nach Unfällen
*Körperbehinderungen verschied.Art
*Autismus, psych.Erkrankungen bei Kindern und Erwachsenen
*Sprachstörungen und Spechstörungen
*Entwicklungsstörungen, hyperkinetisches Syndrom(ADHS bzw.ADS-Syndrom)
*uva.
Ziele tiergestützter Therapie:
1.Kognitive Fähigkeiten
*Förderung von Ausdauer und Konzentration
*Verbesserung der Sprache/Zeichen
*Förderung von Gedächtnisleistungen und Orientierung
*sensorischen Diät mit Hilfe eines strukturierten Aktivitätsprogramms
2.Motorik und Wahrnehmung
*Motivation zur Bewegung
*Förderung der Grob-und Feinmotorik
*Entspannung durch Körperwärme/nähe
*Stimulation durch Sinneserfahrung
*visuelle Wahrnehmungsebene fördern
*Steigerung des Selbstbewußtseins
3.Sozio-emotionaler Bereich
*Aktivierung eigener Ressourcen
*Verantwortungsbewußtsein fördern
*Motivationssteigerung durch Kompetenzerfahrung
*Zulassen von Körpernähe
*Angstabbau
Der Therapiehund :
Jamie ist ein Golden Retriever und wurde bereits bei seiner Züchterin,
hinsichtlich seiner Aufgaben des Therapiehundes geprägt.
Bereits mit der 9 Lebenswoche besuchte er mit mir, natürlich nur
für wenige Minuten, die unterschiedlichstenTherapieinrichtungen und
hatte viel Freude dabei.
Er lernte unterschiedliche Menschen kennen, mußte sich an Rollstühle
und oft rutschige Untergründe gewöhnen.
Später absolvierten wir dann erfolgreich einen Eignungstest für Therapiehunde
und machten eine theoretische und praktische Ausbildung
(angelehnt an der Therapiehundeausbildung Schweiz) zum geprüften Therapiebegleithundeteam.
Wir freuten uns natürlich sehr, über die bestandene Prüfung.
Jamie ist ein ruhiger, sehr geduldiger Hund, der es immer wieder versteht,
den Patienten zu motivieren.
Der Therapiehund ist kein "Streichelhund", sondern arbeitet nach einem
mit dem Pflegepersonal, Ergotherapeuten, Physiotherapeuten oder auch
Logopäden erstelltem Therapieplan.
Dieser ist auf die Erkrankung des Patienten abgestimmt und daher sehr
unterschiedlich.
Tiergestützte Therapie ist immer als Unterstützung anderer Therapieformen
zu sehen.
Der Besuchshund:
Crissie, eine kleine Rauhhaardackelhündin kommt ab und an als sogenannter
Besuchshund, mit in verschiedene Einrichtungen.
Sie ist ebenfalls eine eher ruhige Hündin, die mit ihrem Charme aber fast
Jeden um den Finger wickeln kann.
Sie bringt den Menschen etwas Abwechslung in den Alltag und weckt oft
Erinnerungen an frühere Zeiten.
Besuchshunde müssen keine spezielle Ausbildung absolvieren und dürfen
daher keine therapeutischen Einsätze absolvieren! Dennoch sollten
Besuchshunde einen sehr guten Grundgehorsam haben, menschenfreundlich
sein und gut mit Streß klarkommen.
Der Einsatz:
Je nach Therapieplan wird der Einsatz entsprechend vorbereitet.
Man unterscheidet zwei Termina: wöchentliche/monatliche Therapiestunden oder
Schwerpunktherapie z.B: hat sich bei verschiedenen Formen von Autismus bewährt.
Entsprechende Hilfsmittel für den Patienten werden ausgewählt und verpackt,
der Ablauf muß genau vorbereitet werden und natürlich müssen Therapiehund
und Hundebesitzer top fit sein.
Der Ablauf kann Übungen mit dem Hund in Körpernähe mit viel Ruhe und
Entspannung enthalten, oder aber freudiges Spiel, bzw. Konzentrationsübungen
enthalten.
Die Einzelbetreuung des Patienten, ermöglicht dabei die optimale Umsetzung
des Therapieziels.
Der Einsatz ist sowohl für den Hund, als auch für den Therapiehundeführer und
natürlich den Patienten sehr anstrengend und sollte daher nicht länger als
30 bis 120 Minuten andauern.
Dokumentation und Verlauf:
Je nach Einrichtung und Zielstellung wird in einen Beobachtungs-und
Dokumentationsbogen der Therapieverlauf eingetragen.
Inhalte können beispielsweise sein:Blickkontakt,Mimischer Ausdruck,
Verbaler Ausdruck, Interaktion,Körperhaltung und Gestik,Visuelle
Exploration,Grob-Feinmotorik usw.- vor/während/nach der tiergestützten Therapie.
Kosten:
Je nach therapeutischem Konzept und dessen Ziele, ist der Aufwand
sehr unterschiedlich. Da die tiergestützte Therapie und auch ein Behinderten-
begleithund leider noch nicht, wie etwa der Blindenführhund,im Heil-Hilfsmittelkatalog
der Krankenkassen eingetragen wurde: erfolgt meist eine freiwillige Aufwandsentschädigung durch den Patienten bzw.der Einrichtung.
Diese wird dann für anfallende Fahrtkosten,Tierarzt,neue Therapieutensilien,Aus-und Weiterbildungen verwandt.
In seltenen Fällen ist jedoch eine Beantragung bei der Krankenkasse möglich,
welche im hohen Maße vom Krankheitsbild abhängig zu machen ist.
Bemerkungen:
Die tiergestützte Therapie macht uns sehr viel Freude. Zeigt sie doch immer
wieder aufs Neue, wie viel Positives Tiere bewirken können.
Tiere nehmen den Menschen an wie er ist, ohne auf körperliche oder geistige
Behinderungen zu achten.
Tiere ermöglichen dem Patienten oft erst wieder eine Kommunikation aufzubauen,
auch wenn dies nicht immer mit Sprache in Form von Worten verbunden ist.
Ein Lachen, die Bewegung der Finger oder ein Augenzwinkern sagt eben oft
mehr, als tausend Worte.
Über zehn Jahre habe ich im medizinischen Bereich gearbeitet und bin
sehr glücklich nunmehr seit 6 Jahren mit Tieren, Menschen helfen zu dürfen.
Unsere Qualifikationen:
Seit 2004 waren wir beispielsweise im AWO Seniorenzentrum Lengefeld,
im Seniorenpflegeheim Warmbad, im Pflegheim in Wernsdorf, im Phönix
Altenpflegeheim in Jena,im Seniorenpflegeheim und der Pflegestation
für Schwerst-Hirngeschädigte(Wachkoma) in Zschopau,
in der Grundschule Eisenberg und in Gornau, Amtsberg,
Zschopau, in der Schule für körperbehinderte Kinder Chemnitz,
in der Schule für geistig behinderte bzw.entwicklungsverzögerte Kinder
in Marienberg und einigen anderen Einrichtungen, sowie bei Privatpersonen
tätig.
Skeptisch ist die momentane Entwicklung zu betrachten, bei der zu
beobachten ist, das ohne jegliche Ausbildung, des Hundes und des
Menschen in entsprechenden Einrichtungen gegangen wird.
Die alleinige Ausbildung des Menschen genügt dabei ebenfalls nicht.
Die Anforderungen an einen Therapiehund sind sehr hoch und nicht umsonst
findet vorher ein Eignungstest statt, der unter anderem ein Mindestalter
vom Hund erfordert und einen sehr guten Grundgehorsam voraussetzt.
Therapiehunde dürfen niemals ängstlich oder aggressiv auf unterschiedlichste
Menschen, Gegenstände oder Situationen reagieren und müssen von Ihrem
Besitzer immer einschätzbar und kontrollierbar sein. Ein Hund der keine
Freude hat,auf fremde Menschen zuzugehen, wir niemals eine solche ver-
antwortungsbewußte Aufgabe meistern können.
Ist der Therapiehund für diesen Einsatz überhaupt geeignet?
Ist er körperlich und psychisch an diesem Tag in der Lage, einen solchen
Einsatz zu leisten? Der Mensch trägt dafür die Verantwortung, ist dies den
Patienten, sich selbst und nicht zuletzt seinem Hund schuldig, dies richtig zu
beurteilen. Niemals dürfen nur Eigeninteressen in Hinsicht auf den positiven
Entwicklungsverlauf oder zu Werbezwecken im Vordergrund stehen.
In erster Linie ist der Therapiehund ein in die Familie intergriertes und
geliebtes Wesen, welches mit Respekt zu behandeln ist.
Aber auch der Therapiehundeführer wird geschult, Erste Hilfe, Erkrankungsbilder
und Therapieformen sind Voraussetzung, um als Therapiehundteam arbeiten
zu können.
Deshalb ist es sehr wichtig, das Pflegheime, Kliniken, Schulen ect. sich
genau über das Therapiehundeteam informieren, um fachliche Kompetenz
und Verantwortungsbewußtsein gegenüber den Menschen und des
Therapietieres zu gewährleisten.
Haben Sie Fragen dazu, rufen Sie mich einfach unter
der Telefonnummer:0174/6925691 an.